30 Nov 2008

Arge ./. Optionskommune

Der Bericht aus Berlin (ARD) beschäftigte sich heute unter anderem mit dem Thema. Überschrift: Arbeitsgemeinschaften erfolgreicher als Kommunen. So weit – so gut. Darüber wurde und wird noch häufiger gestritten.

Unstrittig ist aber ganz sicher, dass man die sogenannten Optionsmodelle nicht über Bausch und Bogen verteufeln und die Arge (also seien wir mal ehrlich: das “alte” Arbeitsamt) hochjubeln sollte. Wenn aber für ein angebliches Gutachten von ebenso angeblichen 15 Millionen Euro ausgegeben werden mit dem Ziel, doch bitteschön die staatliche “Oberhand” über diesen Bereich zu behalten, dann sind Zweifel ja wohl mehr als erlaubt.

Der Kreis Kleve ist eine der sogenannten Optionskommunen. Und ist dabei ganz sicher nicht schlecht gefahren. Ob die durchaus positiven Ergebnisse in Sachen Vermittlung Arbeitssuchender besser ausgefallen wären, wenn die Agentur für Arbeit diese Aufgaben für Hartz-IV-Empfänger selbst übernommen hätte, kann natürlich nicht gesagt werden. Höchstwahrscheinlich aber nicht. Und das laste ich den Arbeitsämtern (ich habe eine gute Meinung von unserem Gocher) auch nicht an.

Hätten die “Argen” aber so vermitteln können, wie es die “Optionskommune” machen konnte? Beispielsweise bezüglich der Mobilität, die einem Arbeitssuchenden abverlangt wird? Pendlerpauschale kürzen aber da soll doch der Sack verdammisch noch mal flexibel sein und ein paar Hundert Kilometer am Tag fahren… :doh : Vor allem ein Hartz-IVer hat ja ohnehin Geld und Rücklagen wie Heu, um so überhaupt auf die Beine kommen zu können.

Mal wieder ist mir dann beim Bericht die Hutschnur hochgegangen, weil da das Filmteam wohl Kamera und Mikrofon nicht schnell genug wegziehen konnten. Die meiner bescheidenen Meinung nach dümmste Nuss im Vorstand der SPD hat natürlich reingebissen. Ins Mikro:

Andrea Nahes, SPD, stellv. Fraktionsvorsitzende: “Die ARGEn haben natürlich den Vorteil, dass sie bundesweit sehr stark vernetzt sind. Wenn ein Mensch arbeitslos wird, in dem einen Kreis, vielleicht in Flensburg, wie soll dann eine Kommune alleine den vermitteln, sagen wir mal in eine Region wie Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz, wo wir eine sehr niedrige Arbeitslosigkeit haben. Dafür brauchst Du eine bundeseinheitliche Ebene.”

Das ist mal wieder ein typischer Fall für ein Dieter-Nuhr-Zitat:
[inspic=1462,,,0]

Das zeigt mir mal wieder, dass Andrea Nahles von der Materie soviel Ahnung hat wie ein Igel vom Stabhochsprung! Die weiß gar nicht, wovon sie eigentlich redet. Und das in der Position als stv. Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands… Klar, ich rege mich gerade über sie heftig auf (hat sich aber eigentlich zuletzt gelegt), aber das jetzt bringt mich zum Brodeln!

Andrea, Du brauchst auch eine “bundeseinheitliche Ebene”. Die sollte im Rahmen der Bundestagswahl aber darin liegen, dass Du nicht mehr nach Berlin musst. Und die Sache mit dem Parteiamt klären wir dann intern bei den nächsten Vorstandswahlen. Ich dachte eigentlich schon, Du hättest langsam mal gelernt, aber ne… Doof bleibt doof und da hilft auch kein Dirndl.

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Kategorie » Staat und Gesellschaft «

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Ein Kommentar

  1. gravatar

    Martina

    via Website

    07 Dez 2008

    Oh mein Gott! :doh : :doh : :doh : 8O
    Nobbi, ich stimme dir da voll und ganz zu!

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